Die Philosophie des portablen, herstellerunabhängigen, vom PC bis zum Superrechner verbreiteten Standardbetriebssystems UNIX kann einprägsam mit 3 kurzen englischen Sätzen beschrieben werden.
small is beautifulUNIX besteht aus kleinen, einfachen, modularen Tools. Diese können zu komplexen Werkzeugen zusammengesetzt werden. Beispiel: Wir benutzen hierzu das Kommando who, das uns die eingeloggten Benutzer anzeigt und das Kommando wc, das mittels des Parameters l die Zeilen einer Datei berechnet. Die Kombination beider Kommandos mittels einer Pipe liefert die Anzahl der eingeloggten Benutzer: who | wc -l.
silence is goldenUNIX ist sehr sparsam mit Fehlermeldungen und Systemausgaben (keine Geschwätzigkeit). Dies vereinfacht die Prozeßkommunikation. Beispiel : Ein extremes Beispiel ist der Editor ed, der nur eine Fehlermeldung kennt: error.
Weiterhin wird zwischen der Standardausgabe und der Standardfehlerausgabe unterschieden. Damit kann man Fehlermeldungen in einen gesonderten Prozeß umleiten und die eigentliche Ausgabe eines Programms getrennt verarbeiten.
the file is allDas Betriebssystem kennt als Objekte nur Dateien und Prozesse. Auch Geräte werden als Dateien (special files) behandelt.